Jul
17
2010

Zeiss Mirotar f8/500mm – Das Hosentaschentele

Einen wunderschönen guten Tag, heute will ich mich mit einer Linse befassen die relativ selten im Web auftaucht. Vor allen wenn man nach neueren Bildbeiträgen sucht. Ein Grund dafür das dies die erste Linse war, für die ich mich bewusst auf Grund MTF-Kurven entschieden habe. Und dies vorweggenommen, ich wurde nicht enttäuscht. Die Linse die ich heute vorstellen möchte trägt die Bezeichnung Zeiss Mirotar 8/500mm und wurde für die Contax SLR gebaut. Nach meinen Informationen gibt es diese Linse ausschließlich mit einem Contax/Yashica Bajonett. Nebenbei, das war die letzte Linse die für die Contax SLR vom Zeiss gebaut wurde bevor die Serie eingestellt wurde. Das Mirotar gehört zur Klasse der Spiegelteleobjektive, welche meiner Meinung nach zu oft verschrien sind als nicht brauchbar. Aber erst einmal zu den handfesten Daten. Das Zeiss Mirotar 8/500 bringt ca.800g auf die Waage und ist 11,3cm kurz, bei einem Durchmesser von 88mm. Der Blickwinkel beträgt, typisch für die Brennweite, 4.9°. Die kürzeste Aufnahmeentfernung ohne Zwischenringe beträgt 3.5m. Ein Fakt der mir von vorne rein sehr negativ aufgefallen ist, ist das Fehlen einer Einrichtung für Einschubfiltern , so muss man hier bei Bedarf auf das 88mm*0.75 (!!!) Filtergewinde setzen. Leider sind Filter für diese Größe sehr teuer. Zum Glück fallen mir relativ wenig Situationen ein, in denen ich bei 500mm einen Filter benötige. Einzig ein Graufilter zum filmen wäre meiner Meinung nach noch interessant. Typisch für die Contax Reihe von Zeiss kommt auch dieses Objektiv mit einer eingebauten Sonnenblende, welche sich bei Bedarf ausziehen lässt. Ein Stativanschluss rundet das ganze noch ab. Oberhalb des Stativanschlusses befindet sich eine Arttierschraube mit dieser die Kamera schnell von Hoch auf Querformat gedreht werden kann, auch jeder andere Winkel dazwischen ist möglich.

Allgemeines zu Spiegelteleobjektiven:
Die Objektivklasse erlebte in den 80er Jahren ihren Höhepunkt, wurde aber schnell durch lichtstärkere Systeme z.T. mit Autofokus aus dem Markt verdrängt. Auch das Bokeh hat nie viele Freunde gefunden und sorgt, auch heute noch, bei vielen Fotobegeisterten zu reflexartigen verachtenden Spontanreaktionen beim Anblick der Bilder. Weiterlesen Zeiss Mirotar f8/500mm – Das Hosentaschentele →

May
5
2010

Zeiss Makro-Planar T* 1:2/50mm ZE

Der Osterhase meinte es dieses Jahr ziemlich gut mit mir, o.k. vielleicht habe ich etwas nachgeholfen. Pünktlich einen Tag nach Ostern bekam ich die Versandbestätigung und zugesagt dass die Linse bald eintreffen sollte. Mittwoch war es dann soweit, meine erste “aktuelle” Zeiss-Linse lag in meinen Händen. Zeiss hat mit dem 2/50mm Makro-Planar eine eher ungewöhnliche Linse kreiert. Die maximale Blendenöffnung von f2.0 erscheint vielen zu klein, um dieses Objektiv als “Immerdrauf” zu nutzen. Die alternativen (z.B. das 50mm/f1.4 HSM von Sigma, oder den 50mm f1.8 EF alias Joghurtbecher, usw.) besitzen hier schon mehr Lichtreserven. Auch der maximale Abbildungsmaßstab von 1:2 spricht nicht gerade für ein Sorglos-Paket. Viele andere Makro-Objektive trumpfen hier bereits mit einem Abbildungsmaßstab von 1:1 (ganz vorne weg, das Tamron SP AF60mm F/2.0 Di II LD). Wir haben hier also eine beschnittene Standardlinse, und ein Makro welches gar nicht so weit heran kommt wie andere. Ein Bereich allerdings, der von allen anderen Linsen nicht einmal annähernd erreicht wird, ist die hervorragende Verarbeitung. Zeiss hat hier eine formschöne, wenn auch etwas große, Linse abgeliefert (drauf bezogen das dieses “nur” ein 50mm mit einer Anfangsblende von 2 ist). Ausschließlich Glas und Metall verschmelzen hier zu einem Gesamtwerk. Trotz dieser massiven Verarbeitung läuft die Fokussierung über den ganzen Bereich butterweich, ohne Spiel und mit einem angenehm straffen Gegendruck. Genaues fokussieren wird damit zum Kinderspiel. Auch bei der Sonnenblende wird keine Ausnahme gemacht, aus Leichtmetall präzise gefertigt, und mit einem samtartigen Stoff ausgekleidet macht diese einen hochwertigen Eindruck. Anders als bei der Contax Serie von Zeiss ist die Sonnenblende abnehmbar, und damit auch austauschbar. Wenn die Sonnenblende am Objektiv sitzt, sorgt ein Bajonettverschluss für einen sicheren Halt, selbst der Transport mit aufgesetzter Sonnenblende ist kein Problem und hat sich bei mir zum Normalfall entwickelt. Dieser kompromisslose Einsatz von stabilen langlebigen Werkstoffen spiegelt sich wie erwartet im Gewicht wieder, mit 530g ist das Objektiv gefühlt doppelt so schwer wie das weit verbreitete Canon EF f1.8/50mm (Joghurtbecher). Für ein 50mm fällt der Durchmesser von 72mm auf den ersten Blick negativ auf, dieser erfüllt aber einen wichtigen Zweck, dazu aber später noch. Zeiss liefert dieses Objektiv mittlerweile in vier verschiedenen Ausführungen für verschiedene Spiegelreflexkameras (Nikon, Pentax, Canon, M42). In der EF-Variante besitzt das Objektiv eine elektrische Einheit, die die Blende steuert, sowie das beschossene Bild mit den korrekten Aufnahme Parametern versieht. Im Gegensatz zu den Zeiss Linsen älterer Semester geschieht die Fokussierung damit immer (oder durch Abblendtaste bei Arbeitsblende) bei Offenblende. Das arbeiten mit dem 2/50mm gestaltet sich durch diese kleinen Verbesserungen sehr komfortabel. Natürlich nur wenn man auf einen Autofokus verzichten kann, den besitzt kein Zeiss Objektiv der aktuellen Reihe. Bei mir soll das 2/50er Makro Planar die Rolle meiner Primärlinse, bzw. meines “Immerdrauf” übernehmen. Im Testteil soll deswegen auch besonders Wert darauf gelegt werden, ob die Linse neben Makroaufnahmen auch in anderen Bereichen glänzen kann.  Weiterlesen Zeiss Makro-Planar T* 1:2/50mm ZE →

Apr
14
2010

Impressionen vom Osterfeuer in Mainsche und Voigtei

Frühlingsanfang, kühle Temperaturen, Ostern,… auch dieses Jahr haben die Feuerwehren der Ortschaften in Niedersachen und drum herum wieder allerhand Osterfeuer veranstaltet. Am Samstag vor Ostern wurde das Feuer in Mainsche entzündet, in Voigtei dann am Ostersonntag, sehr praktisch, da so genug Zeit bleibt, um beide zu besuchen. Neben der “üblichen” Grundausstattung, nämlich Bier und Bratwurst, gab es rund ums Feuer auch wieder einige kleinere Veranstaltungen, in Mainsche z.B. wurde für die Kleinsten eine Ostereiersuche organisiert.

Anschliessend gab es zum ersten Mal dieses jahr einen Tauziehwettbewerb mit drei Altersklassen, bei denen vor allen die “Oldies”, unsere Rentner, mit ihrer überraschend guten Leistung in der Gruppe der Erwachsenen auf sich aufmerksam gemacht haben. Das Wetter hat beide Tage mitgespielt, und uns im grossen und ganzen mit Regen verschont. Das ist nicht unbedingt die Regel, den die letzten Winter die meist erst im März ihr wahres Gesicht gezeigt haben, nötigten die Organisatoren fast dazu einen Glühweinausschank einzurichten, der mittlerweile zu einem festen Bestandteil geworden ist.

Dieses Jahr kam mehr oder weniger das erste Mal die Frage auf: “warum machen wir das eigentlich?”, natürlich kann ich dies an dieser Stelle nicht unbeantwortet lassen, drum habe ich schnell mal in Wikipedia nachgeschlagen:

Osterfeuer werden am Samstag vor Ostern entzündet, mancherorts, vor allem in Westfalen/Lippe, auch erst am Abend des Ostersonntags. Im Sauerland werden sie oft sogar erst am Ostermontagabend abgebrannt. Es handelt sich um möglichst hoch aufgetürmte Holzstöße aus Baum- und Strauchschnitt. Mancherorts befindet sich zuoberst des Stapels eine Hexenpuppe aus Stroh. Die Holzstöße werden auf Feldern so errichtet, dass sie weithin sichtbar sind. Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen. Am Karsamstag trifft man sich dann gesellig zu Bier bzw. Glühwein und einer Köstlichkeit vom Grill. Bei dieser geselligen Runde entbrennt auch noch in einigen Gegenden Brandenburgs ein Wettstreit, mit Geldeinsätzen für den öffentlichen Zweck z. B. die Feuerwehrkasse, Weiterlesen Impressionen vom Osterfeuer in Mainsche und Voigtei →