Eins meiner persönlichen Schmuckstücke die ich fast jeden Tag mit mit herumtrage, ist das Carl Zeiss Sonnar 2.8/180mm AE. Wer ein leichtes Reisezoom bevorzugt, ist mit dieser Linse extrem schlecht bedient. Ganze 805.82g (ohne Deckel u. Adapter) bringt das Objektiv auf die Waage. Ein stolzes Gewicht, jedoch kommt das hohe Gewicht nicht von ungefähr. Eine sehr stabile, hochwertige Metallkonstruktion hält die 6 Linsen des Sonnar’s sicher. Mit einer Länge von 131mm , und einem Filterdurchmesser von 72mm gibt es in der Klasse sicher noch kompaktere Geräte.
Wenn man sich dazu entscheidet mit dieser Linse hin auszuziehen die Welt zu erkunden bekommt man einiges an Leistung geboten. Fast eine 300° Drehung ist notwendig um von der Naheinstellgrenze von 1,4m bis zur Unendlich-Einstellung zu fokussieren. Der fast handbreite Fokusring erleichtert dies in hektischen Situationen sehr, schnell hat man zu jeder Zeit die Hand am Ring ohne lange zu suchen. Anders sieht das bei dem Blendenring aus, dieser misst gerade mal 1cm und befindet ich direkt am hinteren Ende des Objektives. Aber auch dies klappt nach kurzer Eingewöhnungszeit immer besser.
Zum Lieferumfang des Objektives gehören eine eingebaute Sonnenblende aus Metall, die sich bei Bedarf herausziehen lässt. Dazu gehört auch ein kleiner Lederbeutel, so wie selbstverständlich die Objektiv-Deckel.Nach einiger Zeit bin ich für mich zum Schluss gekommen, dass dieses Objektiv vor allen für Aufnahmen bei Offenblende, sowie kurzer bis mittlerer Distanz sehr gut eignet. Gerade bei sehr Detailreichen Aufnahmen kann das Zeiss punkten. Ob Vogelgefieder oder Astwerk, alles was in den scharfen Bereich rutscht ist auch scharf. Ein großer Einschnitt bei Aufnahmen von sich bewegenden Objekten ist einer der größten Vorteile des Zeiss Objektives. Der große Drehwinkel zum einstellen des Fokus macht es schwer einem Objekt welches in Bewegung ist zu verfolgen. Hier eignen sich andere Linsen wie das Novoflex Noflexar wesentlich besser. Chromatische Aberrationen treten vor allem bei Offenblende und leicht abgeblendet auf. Sie besitzen einen meist recht typischen Verlauf (sieht man sehr schön auf dem ersten Lineal Crop im Bilder Teil 1), je nach Motiv können diese recht störend wirken (als Beispiel Bild 1 im Bilder Teil 3).
Gute Informationen gibt es auch direkt vom Hersteller: KLICK
Leider war das Zeiss Sonnar 180 AE das erste meiner manuellen Objektive bei denen die AF-Bestätigung über den Adapter daneben lag. Dies lies sich aber durch eine AF-Feinjustierung wie sie viele moderne DSLR besitzen leicht beheben.Am Ende noch eine ganze Reihe Testbilder zu denen es einiges zu sagen gibt:
Bilder Teil 1: Entfernung 1.2m Stativ Spiegelvorauslösung Fokus “Rotring”-Logo
Kamera: Canon 1D MKIII + C/Y Adapter
Bild 1= Orginal
Bild 2= Crop Lineal 100%
Bild 3= Crop Bildmitte 100%
Bilder Teil 2: Entfernung ~40cm Stativ Spiegelvorauslösung Fokus bei ca. 14,5mm (Lineal)
Kamera: Canon 1D MKIII + C/Y Adapter
Bild 1= Orginal
Bild 2= ca. Bildmitte 100%
Bilder Teil 3: Beispielbilder aus dem Alltag, Kamera Canon EOS 50D
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Verwendete Adapter und Zubehör für den Objektiv Test:
Bilder Teil 1
| Blende 2.8 | ||
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| Blende 4.0 | ||
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| Blende 5.6 | ||
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| Blende 8.0 | ||
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| Blende 11.0 | ||
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| Blende 16.0 | ||
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| Blende 22.0 | ||
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Bilder Teil 2
| Blende 2.8 | |
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| Blende 4.0 | |
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| Blende 5.6 | |
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| Blende 8.0 | |
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Bilder Teil 3
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Das ist eine fantastische Linse!
Glückwunsch zur guten Wahl.
Hallo Pascal!
Wie ist deine Erfahrung mit den Carl Zeiss Contax/Yashica-Objektiven im Video-Modus beim manuellen fokussieren?
Das fokussieren bei den modernen Objektiven egal ob Canon, Nikon oder Sigma im MF ist sehr schwierig aufgrund der kürzeren Übersetzung – ist es bei den alten Objektiven anders?
mfg
sebastian
Grüsse Sebastian, bis jetzt filme ich wenig. Einen Film habe ich bis jetzt aber schon gemacht der auch auf ein wenig Laufzeit gekommen ist (ca. 50min). Gröstenteils ist der mit dem Zeiss Makro Planar 2/50mm entstanden. Der Fokussierweg, und vor allen der Wiederstand beim fokussieren (der mir bei den neuen Optiken fehlt) machen die Sache schon einfacher. Schau mal im Testbericht vom 50er Makro Planar nach, dort ist auch ein Beispielvideo mit dem Objektiv. Was allerdings wichtiger wird, ist ein wirklich stabiles Stativ, dieses darf sich beim fokussieren keinen Millimeter bewegen. Das betrifft vor allen Brennweiten über 100mm, fällt aber bei nahe zu jeder Linse ins Gewicht. zusätzlich ist es schwierig bei offener Blende die Schärfe wärend des Filmens wirklich genau einzustellen (im Film Modus gibt es keine Lupe mehr (Canon)). Hier helfen Markierungen auf dem Objektiv. Ingesamt muss ich sagen das die manuellen Optiken mir mehr zusagen, als neuere Linsen. Du brauchst beim Filmen übrigens nicht die extrem Auflösungsstarken Objektive, Full-HD ist lange nicht so fein wie ein Foto. Für dich könnte hier die Yashica-ML Reihe interessant sein. Diese finden sich sehr viel günstiger als die Zeiss Objektive.
Hoffe konnte etwas weiterhelfen, LG Pascal
Nicht zu verachten, ist auch der Einsatz mit dem MUTAR II mit dem 180er Tele! Speziell ist dabei auch die Naheinstellung von 1,4m bei dieser Kombination 5,6/360mm beachtenswert! Der Konverter, ursprünglich für das C/Y Apo-Tele-Tessar T* 2,8/300mm gerecht, passt auch sehr gut mit dem 180er Sonnar zusammen!